Einkaufsratgeber für Schaukästen in Kirchen, Klöstern und ähnlichen öffentlichen Gebäuden

Autor: ST-VITRINEN Service, 07.01.2026 14:34

Unser ST-VITRINEN Einkaufsratgeber ist ein umfassender Leitfaden, der Ihnen bei der Auswahl und Beschaffung geeigneter Schaukästen in Kirchen, Abteien, Klöstern und ähnlichen Einrichtungen hilft. Zunächst wird die Bedarfsanalyse und Planung erläutert: Anzahl, Verwendungszweck, Standorte sowie Besonderheiten wie Denkmalschutz oder Brandschutz. Danach folgen detaillierte technische Auswahlkriterien zu Material (z. B. Aluminiumrahmen, ESG-Sicherheitsglas), Rückwänden und passenden Größen/formalen Ausführungen. Es gibt praxisnahe Empfehlungen zu Verschluss- und Türsystemen sowie sicherheits- und brandschutzrelevanten Anforderungen. Der Ratgeber behandelt auch Hygiene, Reinigung und funktionale Überlegungen inklusive analoger vs. digitaler Nutzung und Barrierefreiheit. Abgerundet wird der Ratgeber durch Tipps zur Budget- und Beschaffungsplanung, Montage-Hinweise und eine Checkliste für Bestellung und Wartung.

schaukasten-kirche-onlineshop

 

1. Bedarfsanalyse und Planung

Grundlegende Fragen vorab

Anzahl der benötigten Schaukästen: Wie viele Standorte oder Aufstellungsorte für Schaukästen gibt es insgesamt?

Verwendungszweck: Was soll ausgehängt werden? Flache Schaukästen sind ausreichend für Papieraushänge. Sollen aber auch Objekte mit ausgestellt werden, ist eine größere Bautiefe des Schaukastens notwendig.

Nutzergruppen: Wer soll die Kästen befüllen? Gibt es mehr als eine Person? Wichtig für die Themen Unfallschutz und Verschluss.

Standorte: An Wegen, auf dem Rasen oder am direkt am Mauerwerk? Wenn Standorte im Inneren gewünscht sind spielen insbesondere Brandschutz und Unfallschutz eine erhebliche Rolle und es ergeben sich unterschiedliche Kaufkriterien. In Treppenhäusern, Fluchtwegen u. ä. sind höchste Brandschutz-Anforderungen zu erfüllen. Für bestimmte Orte ist Denkmalschutz ein großes Thema. So benötigen Sie evtl. maßflexible Schaukästen, die sich in vorhandene Mauernischen einpassen lassen und dadurch sehr zurückhaltend erscheinen.

Beleuchtung: Werden die Standorte zu jeder Tageszeit frequentiert, so dass Ihr Inhalt zu später Stunde lesbar sein sollte?

 

2. Technische Auswahlkriterien – A: Material und Konstruktion

Rahmen

Aluminium: Leicht, korrosionsbeständig, modern und langlebig. In vielen verschiedenen Farben erhältlich.

Holz: Warme Optik, aber pflegeintensiver und wegen der Brandgefahr im Innenbereich meistens nicht zulässig.

Stahl: Sehr robust, aber schwerer. Wird nur selten für Schaukästen verwendet.

Kunststoff: Günstig, aber weniger hochwertig und langlebig. Außerdem müsste auch hier der Kunststoff mindestens Brandschutzklasse B1 haben und schwer entflammbar sein.

Verglasung

Acrylglas (PMMA): Bruchsicher, leicht, kratzanfälliger, für öffentliche Einrichtungen und Gebäude oft nicht ideal, da leicht brennbar und anfällig für Kratzer.

Polycarbonat: Extrem schlagfest, teurer, gut für Vandalismus-gefährdete Bereiche, aber auch hier besteht meistens ein Brandschutz-Problem, wenn dieses Material im Innenbereich verwendet wird.

Einfachglas: NICHT empfohlen für öffentliche Einrichtungen und Gebäude (zu hohe Verletzungsgefahr bei Bruch)

Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG): Hochwertiger und schwerer. Zerfällt bei Bruch in kleine Krümel, an denen man sich nicht verletzen kann. Nicht brennbar, daher die ideale Wahl für öffentliche Einrichtungen und Gebäude.

Rückwand

Pinnwand (Kork/Filz): Flexibel für wechselnde Aushänge mit Pins und Stecknadeln. Nachteil bei Innenschaukästen: Mit der Zeit wird die Pinnwand sehr durchlöchert und unansehnlich. Für Außenschaukästen ist eine Pinnwand nicht geeignet.

Magnethaftende Rückwand aus Stahlblech: Ideal für häufigen Wechsel ohne Beschädigung. Funktioniert dauerhaft ohne Verschleiß oder Abnutzung. Magnete in versch. Farben und Größen möglich.

Whiteboard-Rückwand: Wie eine Magnetwand, aber zusätzlich direkt beschreibbar und abwischbar (nur für spezielle Stifte).

Textilbespannte Rückwand: Eine hochwertige Alternative im Innenbereich; ist zum Pinnen geeignet. Für Außenschaukästen ist eine Textilbespannte Rückwand nicht geeignet.

unsere-empfehlung Unsere Empfehlung zu Material und Konstruktion
Für den Außenbereich: wählen Sie einen Schaukasten mit Aluminium-Rahmen, einer Verglasung mit ESG-Glas für maximale Sicherheit und einer Stahl-Rückwand mit Magneten, ggf. mit Whiteboard-Beschichtung. Im Innenbereich haben Sie mehr Auswahlmöglichkeiten. Denken Sie aber immer an den Brandschutz, wenn Sie z.B. eine bespannte Rückwand wählen. Ebenso ist ein Rahmen mit gerundetem Aluminiumprofil ratsam.

 

3. Technische Auswahlkriterien – B: Größen und Formate

Standardgrößen

  Aushanggröße Außenmaß Geeigneter Standort
Klein 4 bis 6 x DIN A4 ca. 60 x 80 cm für Büroräume, Lager, etc.
Mittel 6 bis 12 x DIN A4 ca. 90 x 120 cm häufigste Größe für kleinere Flure
Groß 12 bis 18 x DIN A4 ca. 120 x 180 cm für Eingangsbereiche, Foyers und die häufigsten Größen im Außenbereich
Extragroß 21 bis 27 x DIN A4 ab 150 x 200 cm für zentrale Informationsbereiche im Innenbereich und viel Aushangplatz draußen

Gehäusetiefe

  Gehäusetiefe Geignete Anwendung
Flach 30 bis 80 mm für reine Papieraushänge, Plakate usw.
Tief 80 bis 210 mm für 3D-Objekte, Reliquien, Devotionalien und andere sakrale Gegenstände. Teilweise sind die Schaukästen mit Glasböden ausgestattet

Ausrichtung

Hochformatiger Schaukasten: Für Listen und Pläne, eher nur für kleinere Schaukästen geeignet.

Querformatiger Schaukasten: Für breite Aushangbereiche mit besonders viel Flächenbedarf.

Schaukasten-Anlagen: Schaukästen in Reihen-, Stern- Kreuz- oder Vieleck-Anordnung für unterteilte Themenbereiche, besonders im Außenbereich geeignet.

 

4. Technische Auswahlkriterien – C: Verschluss- und Türsysteme

Geeignete Schließungen

Sicherheits-Steckschloss: Einfacher und günstiger Standard, für typische Sicherheitsanforderungen ausreichend.

Zylinderschloss: Gehobener Standard, verschiedene Schlüssel möglich.

Profilzylinderschloss: Höhere Sicherheit, in Schließanlage integrierbar.

Drehriegel/Druckknopf: Nur für wenig frequentierte Bereiche, kein Schutz vor unbefugtem Zugriff.

Geeignete Öffnungen

Einteilige Drehflügeltür: Standard, aber bei größeren Schaukästen meistens teuer.

Zweiteilige Drehflügeltür: Für größere Kästen (ab 120 cm Breite).

Schiebetüren: Platzsparend, günstig und wartungsarm. Bei rollengelagerten Glastüren besonders komfortabel zu bedienen.

unsere-empfehlung Unsere Empfehlung zu Verschluss- und Türsystemen
Wählen Sie gleichschließende Steckschlösser oder Zylinderschlösser für alle Schaukästen im gesamten Gebäude bzw. auf dem gesamten Gelände. Im Innenbereich sollte aus Sicherheitsaspekten Schiebetüren gewählt werden, da diese im geöffneten Zustand nicht in den Raum hineinragen und damit den besten Schutz vor Unfällen bieten.

 

5. Anforderungen bzgl. Sicherheit

Brandschutz im Innenbereich

Entflammbarkeit: Material sollte mindestens schwer entflammbar sein (Klasse B1 nach DIN 4102). Besser ist es, nicht brennbares Material (Klasse A1) zu verwenden.

Flucht- und Rettungswege: Beachtung der geltenden Landesbauordnung. Hier gilt i. d. R. zusätzlich, dass Material nicht brennend abtropfen darf.

Notausgänge: Keine brennbaren Materialien in unmittelbarer Nähe zu Notausgängen.

Verkehrssicherung

Unfallschutz: Keine scharfen Kanten oder Ecken am Gehäuse und keine überstehenden Teile in Augenhöhe (Siehe oben: Empfehlung Türsysteme).

Befestigung: Stabile Wandbefestigung (besonders wichtig, um Vandalismus zu erschweren). Bei freistehenden Kästen: Unbedingt Standsicherheit gewährleisten.

Montage

Befestigung bei Wandmontage: Befestigung an tragfähigen Wänden (Untergrund und Wandaufbau vorher prüfen!). Bei unebenen Wänden: Den Untergrund entsprechend unterfüttern, um möglichst ebene Befestigung zu gewährleisten.

Leichtbauwände: Bei Leichtbauwänden (Trockenbau, RIGIPS, usw.) sollten spezielle, geeignete Befestigungssysteme verwenden.

Montagearten bei freistehenden Schaukästen: Freistehende Außen-Schaukästen sind wie große „Segel“ und besitzen eine nicht zu unterschätzende Windangriffsfläche. Wenn Wind auf ihre großen, flachen Flächen trifft, wirkt der Schaukasten wie ein Segel an einem Mast: Der Wind drückt stark auf die Fläche, seine Kraft wird auf die Standbeine bzw. das Fundament übertragen. Dadurch entstehen Hebelkräfte, die den Schaukasten kippen, lockern oder im Extremfall umwerfen können. Deshalb ist bei freistehenden Schaukästen ein ausreichend tiefes und schweres Fundament, stabile Standbeine (oft Stahl oder Alu) und das fachgerechte Einbetonieren wichtig.

Boden: Die Fundamente in gewachsenem oder verdichtetem Boden gießen (Bodenbeschaffenheit vorher prüfen!). Frosttiefe von mindestens 80 cm beachten. Abstand zu Wegen, Wurzeln, Leitungen, Rohren halten.

Fundamentlöcher: Daumenregeln: pro Fundamentloch ca. 30 bis 40 cm Durchmesser, bei sehr großen Schaukästen oder exponierten Standorten (Windlast) ca. 40 bis 50 cm Durchmesser.

"Stehendes Wasser": Fundamentoberfläche leicht schräg vom Standbein weg modellieren.

Beleuchtung: Wenn eine Beleuchtung vorgesehen ist, Leerrohr im Fundament für die Kabelführung verlegen. Wenn dies nicht möglich ist oder bereits Fundamente ohne Zuführungsmöglichkeit vorhanden sind, lassen Sie den Schaukasten mit einem geeigneten Solar-Panel ausrüsten.

unsere-empfehlung Unsere Empfehlung zu sicherheitsrelevanten Anforderungen
Verwenden Sie Schaukästen mit Klassifizierung A1. Die Klassifizierung B1 reicht nur dann aus, wenn der Anteil an schwer entflammbarem Material sehr gering ist und die Kästen nicht in Fluchtweg-Bereichen oder Treppenhäusern hängen. Für besten Unfallschutz wählen Sie Schaukästen mit gerundeten Ecken und Kanten, sowie Schiebetüren aus ESG-Sicherheitsglas. Für eine optimale Lesbarkeit der Aushänge sollte die Oberkante nicht mehr als 2 m und die Unterkante nicht weniger als 0,8 m Abstand vom Boden haben.

 

6. Hygiene und Reinigung

Oberfläche: Oberflächen sollten aus Materialien bestehen, die kratzunempfindlich und feucht abwischbar sind.

Zugang: Der Schaukasten sollte leicht zugänglich sein. Im Innenbereich gilt: schwer zugängliche Bereiche wie Ecken, Nischen, usw. können zu Staubansammlungen führen. Im Außenbereich setzen in abgelegenen Bereichen besonders Witterungsbedingungen (Moose, Grünspan, u. ä. Verschmutzungen) dem Schaukasten zu.

Reinigung: Eine regelmäßige Reinigung sollte eingeplant werden.

Bei einer Pinnwand als Rückwand: Ein regelmäßiger Austausch einer Pinnwand (alle 3-5 Jahre) ist sinnvoll.

unsere-empfehlung Unsere Empfehlung zu Hygiene und Reinigung
Eloxierte Alurahmen und kratzfestes Echtglas sind nach vielen Jahren optisch nahezu neuwertig. Für problemlose Zugänglichkeit bei der Reinigung sollte die Oberkante des Schaukastens nicht mehr als 2 m und die Unterkante nicht weniger als 0,8 m Abstand vom Boden haben.

 

7. Funktionale Überlegungen, Nutzungskonzepte

Digitale vs Analoge Schaukästen

Klassische Schaukästen: Klassische, also analoge Schaukästen bleiben wichtig (keine Technikprobleme, kein Stromverbrauch, immer sichtbar).

Reine Digitalbildschirme: Teuer, wartungsintensiv, stromabhängig; aber die Inhalte sind schnell und von zentraler Stelle aktualisierbar.

Hybridlösungen: Analoger Schaukasten + QR-Code zu digitalen, oft für Mobilgeräte optimierte Inhalte.

Abgleich von Standort und Inhalt

Entfernte Außenbereiche: Gemeindeinfos, Termine, Aktuelles, ggf. Preisaushang bei touristischen Orten (Sehr repräsentativer Standort, der nicht direkt am Gebäude, aber auf dem Gelände ist. Z.B. entlang der das Gelände tangierenden Bürgersteigen).

Nahe Außenbereiche: Aktuelle Veranstaltungshinweise, Feiern, Konzerte (Spezifischere Informationen, nahe des Gebäudes).

Vorhalle: Detailinfos, Geschichtliches, Wettbewerbe.

Verwaltung, Büros: Interne Kommunikation.

Barrierefreiheit

Lesbare Höhe: Der Infobereich sollte unten bei ca. 80 cm beginnen und oben max. 200 cm betragen.

Für Rollstuhlnutzer: Wichtige Infos sollten im unteren Bereich (90-130 cm) platziert werden. Weiter oben besser größere Schrift verwenden.

Sehbehinderung: Kontrastreiche, nicht zu kleinteilige Gestaltung, nicht zu kleine Schriftgrößen, damit für sehbehinderte Menschen alles lesbar bleibt.

Ausleuchtung: Gut ausgeleuchtete Standorte wählen oder ggf. eine Beleuchtung in den Schaukasten integrieren.

 

8. Beschaffung und Budgetplanung

Preisrahmen (Richtwerte 2025/2026)

Einfache Schaukästen:    
Klein 2 bis 6 x DIN A4 ca. 200 – 300 €
Mittel 8 bis 18 x DIN A4 ca. 350 – 450 €
Groß 12 x DIN A4 ca. 450 – 550 €
Hochwertige Schaukästen:    
Klein 6 bis 8 x DIN A4 ca. 300 – 500 €
Mittel 12 bis 18 x DIN A4 ca. 600 – 800 €
Groß 21 bis 27 x DIN A4 ca. 900 – 1500 €
Premium- und Designschaukästen:    
 alle Größen   ab 1000 € aufwärts

 

Zusatzkosten einplanen:

  • Montage: 50 – 150 € pro Kasten (je nach Wandbeschaffenheit)
  • Beleuchtung (optional): 80 – 200 € pro Kasten
  • Gravur oder Beschriftung: 30 – 100 € pro Kasten

Beschaffungswege

Spezialhändler:

  • Große Auswahl, Fachberatung für die speziellen Anforderungen in Kirchen.
  • Oft gibt es Mengenrabatt, besonders bei gleichzeitiger Beschaffung mit weiteren Kirchenmöbeln.

 

Online-Marktplätze:

  • Preisvergleich möglich
  • Achten Sie auf Qualität und Rückgabemöglichkeiten
  • Vorsicht: Oft wird minderwertige Qualität ohne Brandschutz und Unfallschutz angeboten.

 

Hersteller direkt:

  • Bei größeren Mengen (>5 Stück) meistens günstiger.
  • Direktanfrage auch für Stückzahl 1-3 lohnt sich bei ST-Vitrinen immer.
  • Individuelle Anpassungen kostengünstig möglich.

Ausschreibung und Vergabe

Bei öffentlichen Körperschaften:

  • Ab bestimmten Schwellenwerten Ausschreibungspflicht beachten
  • Vergaberecht des Bundeslandes prüfen
  • Oft: Ab 1.000 € drei Vergleichsangebote, ab 10.000 € beschränkte Ausschreibung

 

Leistungsverzeichnis sollte enthalten:

  • Genaue Maße und Stückzahlen
  • Materialanforderungen
  • Anforderungen an Brandschutz und Unfallschutz
  • Verschlusssystem (z. B. gleichschließend)
  • Liefertermin
  • Garantie- und Gewährleistungsfristen
  • Ggf. Hersteller und Modell vorgeben (z.B. ST-Vitrinen oder gleichwertig)

 

9. Montage und Installation

Vorbereitung bei Wandmontage

Wandbeschaffenheit prüfen:

  • Massivwand, Hohlwand, Leichtbauwand?
  • Leitungen in der Wand? (Metalldetektor!)

 

Standorte markieren:

  • Höhe festlegen (Oberkante ca. 180 cm, maximal 200 cm)
  • Waagerechte Ausrichtung prüfen
  • Abstände zu Türen/Fenstern beachten

 

Werkzeug bereitstellen:

  • Bohrmaschine mit passenden Bohrern
  • Wasserwaage
  • Zollstock/Maßband
  • Schraubendreher/Akkuschrauber
  • Dübel (oft mitgeliefert, ggf. stärkere / passende Spezialdübel besorgen)

Vorbereitung bei Montage freistehender Schaukästen

Bodenbeschaffenheit prüfen:

  • Sandig, Lehmig?
  • Versorgungsleitungen im Boden? (Strom, Wasser, Gas)
  • Ist die Zuleitung für eine ggf. beabsichtigte Beleuchtung vorhanden? (Kabel, Leerrohr)

 

Fundamentbau festlegen:

  • Fundament schon vor der Montage fertig? Dann eine Montageart mit Fußplatten zum Verschrauben wählen.
  • Fundament wird erst gegossen, wenn der Schaukasten ausgerichtet ist? Dann eine Montageart ohne Fußplatten zum Einbetonieren wählen.

 

Standorte markieren:

  • Höhe festlegen (Oberkante ca. 180 cm, maximal 200 cm)
  • Waagerechte Ausrichtung prüfen

 

Werkzeug bereitstellen:

  • Wasserwaage
  • Zollstock/Maßband
  • Schraubendreher/Akkuschrauber
  • Schraubenschlüsselset

 

Ggf. Elektroanschluss:

  • Nur durch einen Elektriker anschließen lassen!

Professionelle Montage

Wann empfehlenswert:

  • Große Anzahl an Kästen (>5)
  • Schwierige Wand- bzw. Bodenverhältnisse
  • Zeitmangel
  • Keine eigene handwerkliche Kapazität

 

Kosten:

  • 50 – 150 € pro Kasten, bei Großbestellungen oft Pauschalpreis verhandelbar

 

10. Wartung und Pflege

Regelmäßige Kontrolle

Monatlich: Schlösser auf Funktion prüfen, Verglasung reinigen

Halbjährlich: Scharniere oder Laufrollen ölen, Dichtungen prüfen

Jährlich: Wandbefestigung kontrollieren, Rückwand erneuern falls nötig

Typische Probleme und Lösungen

Schloss klemmt: Graphitspray (kein Öl!)

Tür schließt nicht: Prüfen, ob sicher Schaukasten verzogen hat (Wandunebenheiten)

Verglasung verkratzt: Besondere Vorsicht bei Kunststoff-Verglasung - keine scheuernden Reinigungsmittel verwenden

(Innenschaukasten) Pinnwand abgenutzt: Austausch nach 3 – 5 Jahren

 

11. Checkliste für die Bestellung

Wir haben Ihnen eine umfassende Checkliste erstellt, die den gesamten Beschaffungsprozess von der Planung bis zur laufenden Betreuung abdeckt.

Die Checkliste ist in 9 Phasen unterteilt:

  1. Bedarfsermittlung und Planung - Grundlagen klären
  2. Technische Spezifikation - Alle Details festlegen
  3. Sicherheit und Normen - Rechtliche Anforderungen
  4. Beschaffung - Angebote und Bestellung
  5. Lieferung und Montage - Praktische Umsetzung
  6. Inbetriebnahme - Erstausstattung und Schulung
  7. Dokumentation - Unterlagen und Inventar
  8. Laufende Betreuung - Wartung und Pflege
  9. Evaluation - Optimierung und Verbesserung
ihr-pdf-download

Checkliste herunterladen
Die Checkliste ist in ausführlicher Form auch als Download verfügbar. Klicken Sie unten, um die PDF-Datei auf Ihren Rechner zu speichern.
Herunterladen

 

12. Empfehlungen für alle kirchlichen Einrichtungen

Optimale Standardausstattung

Material: Aluminiumrahmen mit ESG-Sicherheitsverglasung

Öffnungsart für Außenschaukästen: Klappflügel mit Gasdruckfedern

Öffnungsart für Innenschaukästen: Rollengelagerte Schiebetüren

Rückwand: Magnethaftende Stahlrückwand

Verschluss: Gleichschließende Sicherheitsschlösser

Größe: 12 x A4 (ca. 95 x 70 cm) als Standard für kleinere Kästen; 27 x A4 (ca. 205 x 105 cm) für große Schaukästen und Aushangflächen

Gehäusetiefe: 50 bis 60 mm für Papieraushänge ausreichend; 210 mm für Ausstellung von Objekten

Spartipps

  • Mengenrabatte nutzen (alle Schaukästen auf einmal bestellen)
  • Standardgrößen, z.B. 18 x DIN A4, wählen (individuelle Maße = teurer)
  • Immer direkt beim Hersteller anfragen, auch bei Einzelstücken und kleinen Stückzahlen (bei einem führenden Hersteller wie z. B. ST Vitrinen aus Bielefeld).
  • Nach speziellen Rabatten für Kirchen fragen.
  • Montage in Eigenregie machen lassen, spart 30% – 40%.

 

Investition in Qualität lohnt sich

  • Hochwertige Schaukästen haben 10-15 Jahre Lebensdauer und mehr
  • Weniger bis kein Wartungsaufwand
  • Höchste Sicherheitsstandards
  • Elegantes und hochwertiges Erscheinungsbild
  • Längere Garantiezeiten und Ersatzteilsicherheit

 


 

Inhaltlich verantwortlich für diesen Ratgeber:

ST Vitrinen Trautmann GmbH & Co. KG
Grafenheider Straße 100
33729 Bielefeld

Telefon +49 521 977 0440
E-Mail info@st-vitrinen.de
Web www.st-vitrinen.de
Shop shop.st-vitrinen.de

Bei Interesse an digitalen Lösungen:

E-Mail info@st-digital.de
Web www.st-digital.de

Autor: ST-VITRINEN Service, 07.01.2026 14:34 Unser ST-VITRINEN Einkaufsratgeber ist ein umfassender Leitfaden, der Ihnen bei der Auswahl und Beschaffung geeigneter Schaukästen in Kirchen,... mehr erfahren »
Fenster schließen
Einkaufsratgeber für Schaukästen in Kirchen, Klöstern und ähnlichen öffentlichen Gebäuden

Autor: ST-VITRINEN Service, 07.01.2026 14:34

Unser ST-VITRINEN Einkaufsratgeber ist ein umfassender Leitfaden, der Ihnen bei der Auswahl und Beschaffung geeigneter Schaukästen in Kirchen, Abteien, Klöstern und ähnlichen Einrichtungen hilft. Zunächst wird die Bedarfsanalyse und Planung erläutert: Anzahl, Verwendungszweck, Standorte sowie Besonderheiten wie Denkmalschutz oder Brandschutz. Danach folgen detaillierte technische Auswahlkriterien zu Material (z. B. Aluminiumrahmen, ESG-Sicherheitsglas), Rückwänden und passenden Größen/formalen Ausführungen. Es gibt praxisnahe Empfehlungen zu Verschluss- und Türsystemen sowie sicherheits- und brandschutzrelevanten Anforderungen. Der Ratgeber behandelt auch Hygiene, Reinigung und funktionale Überlegungen inklusive analoger vs. digitaler Nutzung und Barrierefreiheit. Abgerundet wird der Ratgeber durch Tipps zur Budget- und Beschaffungsplanung, Montage-Hinweise und eine Checkliste für Bestellung und Wartung.

schaukasten-kirche-onlineshop

 

1. Bedarfsanalyse und Planung

Grundlegende Fragen vorab

Anzahl der benötigten Schaukästen: Wie viele Standorte oder Aufstellungsorte für Schaukästen gibt es insgesamt?

Verwendungszweck: Was soll ausgehängt werden? Flache Schaukästen sind ausreichend für Papieraushänge. Sollen aber auch Objekte mit ausgestellt werden, ist eine größere Bautiefe des Schaukastens notwendig.

Nutzergruppen: Wer soll die Kästen befüllen? Gibt es mehr als eine Person? Wichtig für die Themen Unfallschutz und Verschluss.

Standorte: An Wegen, auf dem Rasen oder am direkt am Mauerwerk? Wenn Standorte im Inneren gewünscht sind spielen insbesondere Brandschutz und Unfallschutz eine erhebliche Rolle und es ergeben sich unterschiedliche Kaufkriterien. In Treppenhäusern, Fluchtwegen u. ä. sind höchste Brandschutz-Anforderungen zu erfüllen. Für bestimmte Orte ist Denkmalschutz ein großes Thema. So benötigen Sie evtl. maßflexible Schaukästen, die sich in vorhandene Mauernischen einpassen lassen und dadurch sehr zurückhaltend erscheinen.

Beleuchtung: Werden die Standorte zu jeder Tageszeit frequentiert, so dass Ihr Inhalt zu später Stunde lesbar sein sollte?

 

2. Technische Auswahlkriterien – A: Material und Konstruktion

Rahmen

Aluminium: Leicht, korrosionsbeständig, modern und langlebig. In vielen verschiedenen Farben erhältlich.

Holz: Warme Optik, aber pflegeintensiver und wegen der Brandgefahr im Innenbereich meistens nicht zulässig.

Stahl: Sehr robust, aber schwerer. Wird nur selten für Schaukästen verwendet.

Kunststoff: Günstig, aber weniger hochwertig und langlebig. Außerdem müsste auch hier der Kunststoff mindestens Brandschutzklasse B1 haben und schwer entflammbar sein.

Verglasung

Acrylglas (PMMA): Bruchsicher, leicht, kratzanfälliger, für öffentliche Einrichtungen und Gebäude oft nicht ideal, da leicht brennbar und anfällig für Kratzer.

Polycarbonat: Extrem schlagfest, teurer, gut für Vandalismus-gefährdete Bereiche, aber auch hier besteht meistens ein Brandschutz-Problem, wenn dieses Material im Innenbereich verwendet wird.

Einfachglas: NICHT empfohlen für öffentliche Einrichtungen und Gebäude (zu hohe Verletzungsgefahr bei Bruch)

Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG): Hochwertiger und schwerer. Zerfällt bei Bruch in kleine Krümel, an denen man sich nicht verletzen kann. Nicht brennbar, daher die ideale Wahl für öffentliche Einrichtungen und Gebäude.

Rückwand

Pinnwand (Kork/Filz): Flexibel für wechselnde Aushänge mit Pins und Stecknadeln. Nachteil bei Innenschaukästen: Mit der Zeit wird die Pinnwand sehr durchlöchert und unansehnlich. Für Außenschaukästen ist eine Pinnwand nicht geeignet.

Magnethaftende Rückwand aus Stahlblech: Ideal für häufigen Wechsel ohne Beschädigung. Funktioniert dauerhaft ohne Verschleiß oder Abnutzung. Magnete in versch. Farben und Größen möglich.

Whiteboard-Rückwand: Wie eine Magnetwand, aber zusätzlich direkt beschreibbar und abwischbar (nur für spezielle Stifte).

Textilbespannte Rückwand: Eine hochwertige Alternative im Innenbereich; ist zum Pinnen geeignet. Für Außenschaukästen ist eine Textilbespannte Rückwand nicht geeignet.

unsere-empfehlung Unsere Empfehlung zu Material und Konstruktion
Für den Außenbereich: wählen Sie einen Schaukasten mit Aluminium-Rahmen, einer Verglasung mit ESG-Glas für maximale Sicherheit und einer Stahl-Rückwand mit Magneten, ggf. mit Whiteboard-Beschichtung. Im Innenbereich haben Sie mehr Auswahlmöglichkeiten. Denken Sie aber immer an den Brandschutz, wenn Sie z.B. eine bespannte Rückwand wählen. Ebenso ist ein Rahmen mit gerundetem Aluminiumprofil ratsam.

 

3. Technische Auswahlkriterien – B: Größen und Formate

Standardgrößen

  Aushanggröße Außenmaß Geeigneter Standort
Klein 4 bis 6 x DIN A4 ca. 60 x 80 cm für Büroräume, Lager, etc.
Mittel 6 bis 12 x DIN A4 ca. 90 x 120 cm häufigste Größe für kleinere Flure
Groß 12 bis 18 x DIN A4 ca. 120 x 180 cm für Eingangsbereiche, Foyers und die häufigsten Größen im Außenbereich
Extragroß 21 bis 27 x DIN A4 ab 150 x 200 cm für zentrale Informationsbereiche im Innenbereich und viel Aushangplatz draußen

Gehäusetiefe

  Gehäusetiefe Geignete Anwendung
Flach 30 bis 80 mm für reine Papieraushänge, Plakate usw.
Tief 80 bis 210 mm für 3D-Objekte, Reliquien, Devotionalien und andere sakrale Gegenstände. Teilweise sind die Schaukästen mit Glasböden ausgestattet

Ausrichtung

Hochformatiger Schaukasten: Für Listen und Pläne, eher nur für kleinere Schaukästen geeignet.

Querformatiger Schaukasten: Für breite Aushangbereiche mit besonders viel Flächenbedarf.

Schaukasten-Anlagen: Schaukästen in Reihen-, Stern- Kreuz- oder Vieleck-Anordnung für unterteilte Themenbereiche, besonders im Außenbereich geeignet.

 

4. Technische Auswahlkriterien – C: Verschluss- und Türsysteme

Geeignete Schließungen

Sicherheits-Steckschloss: Einfacher und günstiger Standard, für typische Sicherheitsanforderungen ausreichend.

Zylinderschloss: Gehobener Standard, verschiedene Schlüssel möglich.

Profilzylinderschloss: Höhere Sicherheit, in Schließanlage integrierbar.

Drehriegel/Druckknopf: Nur für wenig frequentierte Bereiche, kein Schutz vor unbefugtem Zugriff.

Geeignete Öffnungen

Einteilige Drehflügeltür: Standard, aber bei größeren Schaukästen meistens teuer.

Zweiteilige Drehflügeltür: Für größere Kästen (ab 120 cm Breite).

Schiebetüren: Platzsparend, günstig und wartungsarm. Bei rollengelagerten Glastüren besonders komfortabel zu bedienen.

unsere-empfehlung Unsere Empfehlung zu Verschluss- und Türsystemen
Wählen Sie gleichschließende Steckschlösser oder Zylinderschlösser für alle Schaukästen im gesamten Gebäude bzw. auf dem gesamten Gelände. Im Innenbereich sollte aus Sicherheitsaspekten Schiebetüren gewählt werden, da diese im geöffneten Zustand nicht in den Raum hineinragen und damit den besten Schutz vor Unfällen bieten.

 

5. Anforderungen bzgl. Sicherheit

Brandschutz im Innenbereich

Entflammbarkeit: Material sollte mindestens schwer entflammbar sein (Klasse B1 nach DIN 4102). Besser ist es, nicht brennbares Material (Klasse A1) zu verwenden.

Flucht- und Rettungswege: Beachtung der geltenden Landesbauordnung. Hier gilt i. d. R. zusätzlich, dass Material nicht brennend abtropfen darf.

Notausgänge: Keine brennbaren Materialien in unmittelbarer Nähe zu Notausgängen.

Verkehrssicherung

Unfallschutz: Keine scharfen Kanten oder Ecken am Gehäuse und keine überstehenden Teile in Augenhöhe (Siehe oben: Empfehlung Türsysteme).

Befestigung: Stabile Wandbefestigung (besonders wichtig, um Vandalismus zu erschweren). Bei freistehenden Kästen: Unbedingt Standsicherheit gewährleisten.

Montage

Befestigung bei Wandmontage: Befestigung an tragfähigen Wänden (Untergrund und Wandaufbau vorher prüfen!). Bei unebenen Wänden: Den Untergrund entsprechend unterfüttern, um möglichst ebene Befestigung zu gewährleisten.

Leichtbauwände: Bei Leichtbauwänden (Trockenbau, RIGIPS, usw.) sollten spezielle, geeignete Befestigungssysteme verwenden.

Montagearten bei freistehenden Schaukästen: Freistehende Außen-Schaukästen sind wie große „Segel“ und besitzen eine nicht zu unterschätzende Windangriffsfläche. Wenn Wind auf ihre großen, flachen Flächen trifft, wirkt der Schaukasten wie ein Segel an einem Mast: Der Wind drückt stark auf die Fläche, seine Kraft wird auf die Standbeine bzw. das Fundament übertragen. Dadurch entstehen Hebelkräfte, die den Schaukasten kippen, lockern oder im Extremfall umwerfen können. Deshalb ist bei freistehenden Schaukästen ein ausreichend tiefes und schweres Fundament, stabile Standbeine (oft Stahl oder Alu) und das fachgerechte Einbetonieren wichtig.

Boden: Die Fundamente in gewachsenem oder verdichtetem Boden gießen (Bodenbeschaffenheit vorher prüfen!). Frosttiefe von mindestens 80 cm beachten. Abstand zu Wegen, Wurzeln, Leitungen, Rohren halten.

Fundamentlöcher: Daumenregeln: pro Fundamentloch ca. 30 bis 40 cm Durchmesser, bei sehr großen Schaukästen oder exponierten Standorten (Windlast) ca. 40 bis 50 cm Durchmesser.

"Stehendes Wasser": Fundamentoberfläche leicht schräg vom Standbein weg modellieren.

Beleuchtung: Wenn eine Beleuchtung vorgesehen ist, Leerrohr im Fundament für die Kabelführung verlegen. Wenn dies nicht möglich ist oder bereits Fundamente ohne Zuführungsmöglichkeit vorhanden sind, lassen Sie den Schaukasten mit einem geeigneten Solar-Panel ausrüsten.

unsere-empfehlung Unsere Empfehlung zu sicherheitsrelevanten Anforderungen
Verwenden Sie Schaukästen mit Klassifizierung A1. Die Klassifizierung B1 reicht nur dann aus, wenn der Anteil an schwer entflammbarem Material sehr gering ist und die Kästen nicht in Fluchtweg-Bereichen oder Treppenhäusern hängen. Für besten Unfallschutz wählen Sie Schaukästen mit gerundeten Ecken und Kanten, sowie Schiebetüren aus ESG-Sicherheitsglas. Für eine optimale Lesbarkeit der Aushänge sollte die Oberkante nicht mehr als 2 m und die Unterkante nicht weniger als 0,8 m Abstand vom Boden haben.

 

6. Hygiene und Reinigung

Oberfläche: Oberflächen sollten aus Materialien bestehen, die kratzunempfindlich und feucht abwischbar sind.

Zugang: Der Schaukasten sollte leicht zugänglich sein. Im Innenbereich gilt: schwer zugängliche Bereiche wie Ecken, Nischen, usw. können zu Staubansammlungen führen. Im Außenbereich setzen in abgelegenen Bereichen besonders Witterungsbedingungen (Moose, Grünspan, u. ä. Verschmutzungen) dem Schaukasten zu.

Reinigung: Eine regelmäßige Reinigung sollte eingeplant werden.

Bei einer Pinnwand als Rückwand: Ein regelmäßiger Austausch einer Pinnwand (alle 3-5 Jahre) ist sinnvoll.

unsere-empfehlung Unsere Empfehlung zu Hygiene und Reinigung
Eloxierte Alurahmen und kratzfestes Echtglas sind nach vielen Jahren optisch nahezu neuwertig. Für problemlose Zugänglichkeit bei der Reinigung sollte die Oberkante des Schaukastens nicht mehr als 2 m und die Unterkante nicht weniger als 0,8 m Abstand vom Boden haben.

 

7. Funktionale Überlegungen, Nutzungskonzepte

Digitale vs Analoge Schaukästen

Klassische Schaukästen: Klassische, also analoge Schaukästen bleiben wichtig (keine Technikprobleme, kein Stromverbrauch, immer sichtbar).

Reine Digitalbildschirme: Teuer, wartungsintensiv, stromabhängig; aber die Inhalte sind schnell und von zentraler Stelle aktualisierbar.

Hybridlösungen: Analoger Schaukasten + QR-Code zu digitalen, oft für Mobilgeräte optimierte Inhalte.

Abgleich von Standort und Inhalt

Entfernte Außenbereiche: Gemeindeinfos, Termine, Aktuelles, ggf. Preisaushang bei touristischen Orten (Sehr repräsentativer Standort, der nicht direkt am Gebäude, aber auf dem Gelände ist. Z.B. entlang der das Gelände tangierenden Bürgersteigen).

Nahe Außenbereiche: Aktuelle Veranstaltungshinweise, Feiern, Konzerte (Spezifischere Informationen, nahe des Gebäudes).

Vorhalle: Detailinfos, Geschichtliches, Wettbewerbe.

Verwaltung, Büros: Interne Kommunikation.

Barrierefreiheit

Lesbare Höhe: Der Infobereich sollte unten bei ca. 80 cm beginnen und oben max. 200 cm betragen.

Für Rollstuhlnutzer: Wichtige Infos sollten im unteren Bereich (90-130 cm) platziert werden. Weiter oben besser größere Schrift verwenden.

Sehbehinderung: Kontrastreiche, nicht zu kleinteilige Gestaltung, nicht zu kleine Schriftgrößen, damit für sehbehinderte Menschen alles lesbar bleibt.

Ausleuchtung: Gut ausgeleuchtete Standorte wählen oder ggf. eine Beleuchtung in den Schaukasten integrieren.

 

8. Beschaffung und Budgetplanung

Preisrahmen (Richtwerte 2025/2026)

Einfache Schaukästen:    
Klein 2 bis 6 x DIN A4 ca. 200 – 300 €
Mittel 8 bis 18 x DIN A4 ca. 350 – 450 €
Groß 12 x DIN A4 ca. 450 – 550 €
Hochwertige Schaukästen:    
Klein 6 bis 8 x DIN A4 ca. 300 – 500 €
Mittel 12 bis 18 x DIN A4 ca. 600 – 800 €
Groß 21 bis 27 x DIN A4 ca. 900 – 1500 €
Premium- und Designschaukästen:    
 alle Größen   ab 1000 € aufwärts

 

Zusatzkosten einplanen:

  • Montage: 50 – 150 € pro Kasten (je nach Wandbeschaffenheit)
  • Beleuchtung (optional): 80 – 200 € pro Kasten
  • Gravur oder Beschriftung: 30 – 100 € pro Kasten

Beschaffungswege

Spezialhändler:

  • Große Auswahl, Fachberatung für die speziellen Anforderungen in Kirchen.
  • Oft gibt es Mengenrabatt, besonders bei gleichzeitiger Beschaffung mit weiteren Kirchenmöbeln.

 

Online-Marktplätze:

  • Preisvergleich möglich
  • Achten Sie auf Qualität und Rückgabemöglichkeiten
  • Vorsicht: Oft wird minderwertige Qualität ohne Brandschutz und Unfallschutz angeboten.

 

Hersteller direkt:

  • Bei größeren Mengen (>5 Stück) meistens günstiger.
  • Direktanfrage auch für Stückzahl 1-3 lohnt sich bei ST-Vitrinen immer.
  • Individuelle Anpassungen kostengünstig möglich.

Ausschreibung und Vergabe

Bei öffentlichen Körperschaften:

  • Ab bestimmten Schwellenwerten Ausschreibungspflicht beachten
  • Vergaberecht des Bundeslandes prüfen
  • Oft: Ab 1.000 € drei Vergleichsangebote, ab 10.000 € beschränkte Ausschreibung

 

Leistungsverzeichnis sollte enthalten:

  • Genaue Maße und Stückzahlen
  • Materialanforderungen
  • Anforderungen an Brandschutz und Unfallschutz
  • Verschlusssystem (z. B. gleichschließend)
  • Liefertermin
  • Garantie- und Gewährleistungsfristen
  • Ggf. Hersteller und Modell vorgeben (z.B. ST-Vitrinen oder gleichwertig)

 

9. Montage und Installation

Vorbereitung bei Wandmontage

Wandbeschaffenheit prüfen:

  • Massivwand, Hohlwand, Leichtbauwand?
  • Leitungen in der Wand? (Metalldetektor!)

 

Standorte markieren:

  • Höhe festlegen (Oberkante ca. 180 cm, maximal 200 cm)
  • Waagerechte Ausrichtung prüfen
  • Abstände zu Türen/Fenstern beachten

 

Werkzeug bereitstellen:

  • Bohrmaschine mit passenden Bohrern
  • Wasserwaage
  • Zollstock/Maßband
  • Schraubendreher/Akkuschrauber
  • Dübel (oft mitgeliefert, ggf. stärkere / passende Spezialdübel besorgen)

Vorbereitung bei Montage freistehender Schaukästen

Bodenbeschaffenheit prüfen:

  • Sandig, Lehmig?
  • Versorgungsleitungen im Boden? (Strom, Wasser, Gas)
  • Ist die Zuleitung für eine ggf. beabsichtigte Beleuchtung vorhanden? (Kabel, Leerrohr)

 

Fundamentbau festlegen:

  • Fundament schon vor der Montage fertig? Dann eine Montageart mit Fußplatten zum Verschrauben wählen.
  • Fundament wird erst gegossen, wenn der Schaukasten ausgerichtet ist? Dann eine Montageart ohne Fußplatten zum Einbetonieren wählen.

 

Standorte markieren:

  • Höhe festlegen (Oberkante ca. 180 cm, maximal 200 cm)
  • Waagerechte Ausrichtung prüfen

 

Werkzeug bereitstellen:

  • Wasserwaage
  • Zollstock/Maßband
  • Schraubendreher/Akkuschrauber
  • Schraubenschlüsselset

 

Ggf. Elektroanschluss:

  • Nur durch einen Elektriker anschließen lassen!

Professionelle Montage

Wann empfehlenswert:

  • Große Anzahl an Kästen (>5)
  • Schwierige Wand- bzw. Bodenverhältnisse
  • Zeitmangel
  • Keine eigene handwerkliche Kapazität

 

Kosten:

  • 50 – 150 € pro Kasten, bei Großbestellungen oft Pauschalpreis verhandelbar

 

10. Wartung und Pflege

Regelmäßige Kontrolle

Monatlich: Schlösser auf Funktion prüfen, Verglasung reinigen

Halbjährlich: Scharniere oder Laufrollen ölen, Dichtungen prüfen

Jährlich: Wandbefestigung kontrollieren, Rückwand erneuern falls nötig

Typische Probleme und Lösungen

Schloss klemmt: Graphitspray (kein Öl!)

Tür schließt nicht: Prüfen, ob sicher Schaukasten verzogen hat (Wandunebenheiten)

Verglasung verkratzt: Besondere Vorsicht bei Kunststoff-Verglasung - keine scheuernden Reinigungsmittel verwenden

(Innenschaukasten) Pinnwand abgenutzt: Austausch nach 3 – 5 Jahren

 

11. Checkliste für die Bestellung

Wir haben Ihnen eine umfassende Checkliste erstellt, die den gesamten Beschaffungsprozess von der Planung bis zur laufenden Betreuung abdeckt.

Die Checkliste ist in 9 Phasen unterteilt:

  1. Bedarfsermittlung und Planung - Grundlagen klären
  2. Technische Spezifikation - Alle Details festlegen
  3. Sicherheit und Normen - Rechtliche Anforderungen
  4. Beschaffung - Angebote und Bestellung
  5. Lieferung und Montage - Praktische Umsetzung
  6. Inbetriebnahme - Erstausstattung und Schulung
  7. Dokumentation - Unterlagen und Inventar
  8. Laufende Betreuung - Wartung und Pflege
  9. Evaluation - Optimierung und Verbesserung
ihr-pdf-download

Checkliste herunterladen
Die Checkliste ist in ausführlicher Form auch als Download verfügbar. Klicken Sie unten, um die PDF-Datei auf Ihren Rechner zu speichern.
Herunterladen

 

12. Empfehlungen für alle kirchlichen Einrichtungen

Optimale Standardausstattung

Material: Aluminiumrahmen mit ESG-Sicherheitsverglasung

Öffnungsart für Außenschaukästen: Klappflügel mit Gasdruckfedern

Öffnungsart für Innenschaukästen: Rollengelagerte Schiebetüren

Rückwand: Magnethaftende Stahlrückwand

Verschluss: Gleichschließende Sicherheitsschlösser

Größe: 12 x A4 (ca. 95 x 70 cm) als Standard für kleinere Kästen; 27 x A4 (ca. 205 x 105 cm) für große Schaukästen und Aushangflächen

Gehäusetiefe: 50 bis 60 mm für Papieraushänge ausreichend; 210 mm für Ausstellung von Objekten

Spartipps

  • Mengenrabatte nutzen (alle Schaukästen auf einmal bestellen)
  • Standardgrößen, z.B. 18 x DIN A4, wählen (individuelle Maße = teurer)
  • Immer direkt beim Hersteller anfragen, auch bei Einzelstücken und kleinen Stückzahlen (bei einem führenden Hersteller wie z. B. ST Vitrinen aus Bielefeld).
  • Nach speziellen Rabatten für Kirchen fragen.
  • Montage in Eigenregie machen lassen, spart 30% – 40%.

 

Investition in Qualität lohnt sich

  • Hochwertige Schaukästen haben 10-15 Jahre Lebensdauer und mehr
  • Weniger bis kein Wartungsaufwand
  • Höchste Sicherheitsstandards
  • Elegantes und hochwertiges Erscheinungsbild
  • Längere Garantiezeiten und Ersatzteilsicherheit

 


 

Inhaltlich verantwortlich für diesen Ratgeber:

ST Vitrinen Trautmann GmbH & Co. KG
Grafenheider Straße 100
33729 Bielefeld

Telefon +49 521 977 0440
E-Mail info@st-vitrinen.de
Web www.st-vitrinen.de
Shop shop.st-vitrinen.de

Bei Interesse an digitalen Lösungen:

E-Mail info@st-digital.de
Web www.st-digital.de

Filter schließen
Für die Filterung wurden keine Ergebnisse gefunden!